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„Totgesagte leben länger“, oder: „Analog lebt!“ | Langeronline.de

„Totgesagte leben länger“, oder: „Analog lebt!“

Wie lange schon wird der analoge Film tot geredet? Ist da etwas dran? Nun, leider schon wenn man sieht, dass Kodak und andere etablierte Firmen immer mehr Filme aus dem Portfolio nehmen und dennoch steigt die Fangemeinde der analogen Fotografie meines Erachtens gerade wieder stark an. Vielleicht sind es die Fotografen, die die extrem schnelllebige Fotografie mit Ihren digitalen Spiegelreflexkameras jeden Tag ausüben und den Reiz des entschleunigten analogen Materials wieder anfangen zu lieben und die Entspannung dabei zu verspüren glauben?!

Nun, mir geht es auf jeden Fall so. Das „andere“ daran ist der Reiz verbunden mit der Woche Wartezeit bis die Negative und die Prints entwickelt vom Labor wieder da sind und im Briefkasten stecken. Nein, ich entwickle nicht selbst und habe das Bad noch nicht zur Dunkelkammer umgebaut…

Und dann ca. eine Woche danach erfolgt der Moment der Wahrheit: Wie viele Bilder sind scharf? Wie viele Bilder sind korrekt belichtet? Wie hoch ist der Ausschuss? Keine Korrektur am Rechner mehr – sondern das Ergebnis direkt auf Prints in den Händen halten – einfach wundervoll. 36 Bilder mit einem hohen Spannungsbogen – gerade für jemanden der es sonst gewohnt ist mit hunderten von Bildern von Shootings nach Hause zu kommen und schon per Display die Ergebnisse gesehen hat.

Noch spannender ist dieses, wenn man den ersten Film in einer gebraucht erworbenen Kamera erwartet. Ist die Kamera in Ordnung? Stimmen die Belichtungszeiten der alten Lady (in diesem Falle eine Leica M6) noch? Ist der Messsucher richtig justiert und stimmt die Schärfe? Und so weiter… die Spannung ist hoch!

Lange Rede, hier die gescannten Bilder vom 36er Film und Spaziergang mit der Tochter, die immer wieder gerne das „Testmodel“ macht für uns. Vielen Dank dafür Süße!!!

Exif-Daten: Keine, ist ja wie früher…
Kamera: Leica M6
Objektiv: Summarit 75mm 2.5
Film: Ilford HP5Plus, ISO 400, Entwicklung bei Farbglanz.net, Negativscans via Canon 9950F

Wer jetzt korrekt zählt kann sich gleich meine Aussschuss-Quote errechnen – es sind 32 aus 36 Bildern etwas geworden.

Gerne gestellte Frage(n) an mich:

Jörg, warum um Himmels willen gibst Du 35 Euro aus für 36 Papierbilder und wartest eine Woche auf die Ergebnisse wenn doch gerade Du mit der Ausrüstung das Ergebniss direkt sehen und bearbeiten kannst? Das verstehe ich nicht… Das macht für mich keinen Sinn!

Meine Antwort:

Weil ich es so möchte! Weil ich den Reiz des „anderen“ und „alten“ sehr mag und es mich brutal effektiv entschleunigt und das wichtigste – es macht mir enormen Spaß!

Noch Fragen? Freue mich auf Eure Kommentare hier im Blog!

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3 Responses to “„Totgesagte leben länger“, oder: „Analog lebt!“”

  1. Stefan sagt:

    Schöne Bilder …. Analog ist eben nicht tot zu kriegen #Gottseidank

  2. Jens sagt:

    Hi,

    leider ist dein Artikel aus 2011 und im Jahr 2016 kann ich dir sagen, ich Analogfotografie ist noch lange nicht gestorben. Chris und ich haben einen tollen Blog gegründet und würden uns freuen, wenn du mal vorbeischaust.

    Grüße Jens

  3. JLanger sagt:

    Da schaue ich gerne mal vorbei. Danke für den Link!

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